Cannoli Siciliana

Cannoli Siciliana

Ein Stück Urlaub zu Hause


Unseren Urlaub auf Sizilien haben wir dem Vulkan Etna zu verdanken. Im Normalfall bedeutet Vulkane sehen einige Stunden im Flugzeug zu verbringen, um sich am Ende einer riesigen Tortour hingeben zu müssen, um den Gipfel zu erklimmen. So war es wunderbar entspannend gerade mal 2 Stunden fliegen zu müssen. Als wir unsere damaligen Unterkunft buchten, wussten wir noch nicht, dass M A M A uns kulinarisch mit einem Vier-Gänge-Menü verwöhnen wird. Auf dieser Reise lernte ich Cannoli Siciliana kennen. Es ist ein Süßgebäck, was aus einem frittierten Teig mit Ricottafüllung besteht.

Wer danach googelt wird sehr viel verschiedenen Varianten mit Schokolade oder auch Pistazien finden. Im Normalfall mag ich Zitronat und Orangat nur im Christstollen; außer in dieser Art der Cannoli.

Ich mache dieses “Lecker-Schmecker-Fresschen” sehr selten. Aber gerade vorgestern habe ich mir mal wieder die Zeit genommen und mit den dreiviertel Tag in die Küche gestellt, um meine Freunde damit zur deutsch-italienischen Hochzeit zu überraschen. Mutig, wenn man bedenkt, dass die italienische Familie den besonderen Gaumen dafür hat.

Teig


  • 50g weiche Butter
  • 50g Zucker
  • Prise Salz
  • 3 Eier
  • 50ml Weißwein
  • 2Pck. Vanilinzucker
  • 300g Mehl
  • 500g Butterschmalz zum Frittieren

Zuerst verrührt ihr die Butter mit dem Zucker bis diese schaumig wird. Danach fügt ihr 2 Eier, den Wein, Vanillinzucker, Salz zu und verrührt alles sehr lange.

Mit dem Knethaken des Rührers arbeitet ihr nun das Mehl unter und rührt ca. 5 Minuten bis ein geschmeidiger, glatter Teig entsteht. Nun wandert die Masse, in Folie gewickelt, für 3 Stunden in den Kühlschrank.

Anschließend rollt ihr den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 2 mm dünn aus. Stanzt daraus – mit z.B. einem Glas mit 12cm Durchmesser – die Teiglinge aus. Ihr könnt auch 12×12 cm große Quadrate schneiden – dies ist alles von euren Formen, die Ihr verwendet, abhängig.

Verquirlt nun das übrige Eigelb und stellt es beiseite.

Der Teig wird nun um eure Formen (das können Holzstiele oder Metallröhrchen sein – Schillerlockenform) gelegt und an den Enden lasst ihr den Teig überlappen. Diese Stellen der Überlappung pinselt ihr für besseren Halt mit dem Eigelb ein.

Zwischendurch habe ich bereits mein Fett in einem Wok geschmolzen und lege nun vorsichtig drei der Rollen hinein. Ihr solltet bei niedriger Temperatur frittieren, da der Teig von Außen zu hart wird und Innen noch nicht durchgebacken ist. Wenn sie goldgelb sind, können sie auf einem Küchenpapier zum Abtropfen gelegt werden.

Das Frittieren wird euch die meiste Zeit kosten.

Füllung


  • 500g Ricotta
  • 80g Zucker
  • 2Pck. Vanillinzucker
  • 1EL Rosenwasser
  • 1EL Zitronensaft
  • 50g Orangeat
  • 50g Zitronat

Ich mag es nicht besonders auf den großen Stücken von Orangat und Zitronat rumzubeißen. Deshalb hacke ich diese vorher wesentlich kleiner, als man sie zu kaufen bekommt.

Den Ricotta mit dem Zucker, Vanillinzucker, dem Rosenblütenwasser und dem Zitronensaft geschmeidig verrühren.

Die Masse solltet ihr in einen Spritzbeutel o.ä. füllen und die Förmchen damit befüllen. Lieber Stück für Stück, sonst läuft euch alles wieder heraus. Wenn ihr genügend Zeit eingeplant habt, rate ich es zwischendurch alles in den Kühlschrank zu stellen und danach weiterzufüllen.

Auf der Platte angerichtet, bestreut ihr alles noch mit Puderzucker.


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Und, hat´s geschmeckt? Lass mich in einem kurzen Kommentar wissen, ob dir das Rezept gefällt. Vielleicht hast du noch eine andere Geschmacksrichtung, die ich unbedingt probieren muss

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