Spitzkoppe Namibia – Tag 3

Spitzkoppe Namibia – Tag 3

ENTSPANNUNG IN TRAUMHAFTER KULISSE


Es windet noch immer heftig und die Nacht war ziemlich unruhig. Ich versuche vergebens einen Platz für den Tisch zu finden, an dem es etwas windstill ist. Raik ist zum Fotografieren verschwunden und ich verteidige mit vollem Körpereinsatz unsere Brötchen, die die Vögel klauen wollen.

Hoffentlich bessert sich das Wetter heute noch

 

Als Raik zurück ist, muss er sich mit dem Gaskocher irgendwo zwischen die Felsen verziehen. Es ist unmöglich Kaffee zu kochen um nicht bereits am ersten Morgen die Gasflasche vollends zu leeren. Wir genießen trotz der Böen unser Frühstück in dieser traumhaften Kulisse. Das Gute dabei? Wir können noch einen ganzen Tag und eine Nacht all diese Eindrücke in uns aufsaugen.

 

Platzwechsel

 

Nachdem der komplette Hausrat wieder verstaut ist, fahren wir weiter durch das Gelände auf der Suche nach einem neuen Stellplatz für die Nacht. Immer wieder halten wir an, bestaunen die beeindruckende Landschaft und inspizieren jeden Stellplatz, bis wir fündig sind. Die Wahl fällt auf Nr. 10. Es gibt einen schattenspendenden großen Baum und die Möglichkeit später unsere Hängematte aufzuhängen. Glücklicherweise lässt der Wind langsam nach.

 

Wanderung durch das von rotem Sand geprägte Bild

 

Als unser Auto ausgerichtet ist, wollen wir auch diese Gegend erkunden. Wir schnappen uns unsere Trinkflasche und ziehen los. Kleine Erdhörnchen huschen in ihre Löcher und beäugen uns misstrauisch. Die großen, runden Felsen formen die Landschaft und immer wieder erinnere ich mich an den Satz aus dem letzten Jahr: “Als hätten die Riesen ihre Hinkelsteine fallen lassen.” Diese Natur ist so unwirklich. Wir krabbeln zwischen den Felsen auf der Suche nach dem Motiv. Klippschliefer huschen über den Weg und verstecken sich. Ob es hier noch andere Tiere gibt? Gefährliche vielleicht? Falls es sie gibt, schaffen sie es, sich auf jeden Fall gut zu tarnen.

 

Bewegung macht hungrig und müde

 

Der Tradition vom letzten Jahr folgend, sind wir schon wieder mit essen beschäftigt. Die kleine Wanderung in der Mittagssonne hat uns hungrig und müde gemacht. Nach dem Essen wollen wir unsere Hängematten austesten. Die Sonne hat nun einen Stand erreicht, dass der Baum, der vorhin noch schattenspendend war, jetzt nichts mehr bringt. Leicht gegrillt und noch immer müde, beschließen wir doch das Zelt zu öffnen und es uns darin gemütlich zu machen.

 

Schöpferisches Mittagsschläfchen

 

35 Grad, kein Wind, keine Wolke – es ist warm im Zelt und nur mit geöffneten Fenstern und wenig Kleidung zu ertragen. Aber so ein Schläfchen ist echt gold wert. Wir genießen es, nicht schon wieder im Auto sitzen zu müssen, um den nächsten Aufenthaltsort anzufahren. 

 

Kamera funktioniert – funktioniert aber der Sonnenuntergang?

 

Nach einem kurzen Käffchen und einem Stück Kuchen satteln wir unsere Fotorucksäcke und ziehen los in Richtung Felsen. Heute morgen ausgekundschaftet, werden wir doch mal schauen, ob das was taugt und der Sonnenuntergang funktioniert. Gestern war ich hochmotiviert und die Kamera funktionierte nicht. Nun werde ich erneut auf die Probe gestellt. Dieses Mal ist es die fehlende Motivklingel. Es fällt mir schwer das gesehene auf den Sensor zu bannen. Naja, wird sich eh erst herausstellen, ob es was geworden ist, wenn ich in Ruhe die Bilder auf dem Rechner anschauen kann.

 

Viele nette Menschen

 

Raik ist schon wieder am quatschen. Als Fotograf wird man immer angesprochen. Allem voran, wenn dem Zuschauer nicht einleuchtet was man denn da gerade fotografiert. Glücklicherweise muss ich nicht immer Rede und Antwort stehen. Das schöne an den Gesprächen ist, dass man immer nette Menschen kennenlernt und erfährt was diese so alles erlebt haben. Gemeinsam erfreuen wir uns an diesem grandiosen Land Namibia.

 

Mahlzeit Nummer 3 für heute

 

Nach getaner “Arbeit” folgt die Vorbereitung zum Abendessen. Die Sonne ist untergegangen und das restliche Licht reicht nicht mehr aus, um Essen zu kochen. So ist man als Fotograf immer mit Stirnlampe bewaffnet. Die meisten Besucher der Nachbarstellplätze sind schon fertig mit Essen und brauchen die Stirnlampe meist nur noch zum Abspülen. Ich finds cool und romantisch zugleich.

Er kann es nicht lassen

 

Kaum sind die Teller gespült, ist Raik auch schon wieder weg. Der Nachthimmel ruft. Ich genieße die Zeit und verbringe sie mit Sternen anschauen und Sudoku lösen. Diese vielen Zahlen schläfern mich regelrecht ein. Gute Nacht meine Lieben!



Warst du auch schon mal an der Spitzkoppe? Was hat dir so gut gefallen?


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