Spitzkoppe Namibia – Tag 2

Spitzkoppe Namibia – Tag 2

365 TAGE UND 06:50 STUNDEN SPÄTER


Exakt ein Jahr und ein paar Stunden später betreten wir unser liebgewonnenes Land erneut. Geplant war der taggenaue Abflug nicht, aber ein gutes Omen war es allemal.

Den Abend gemütlich ausklingen lassen

Nachdem wir in Windhoek gelandet waren und das Auto entgegen genommen hatten, steuerten wir erst einmal unser Boutiquehotel an. Er war schon später Nachmittag und an Unternehmung nicht mehr zu denken. Kurzerhand baten wir die Dame am Empfang uns einen Tisch bei Joe´s Beerhouse zu reservieren und ein Taxi zu bestellen.

Wiedersehen mit einer bezaubernden Landschaft

Das war gestern. Wir sind gerade auf unserer ersten Campsite angekommen und beschließen kurzerhand den gleichen Stellplatz Nummer 4 – wie letztes Jahr – zu wählen. Morgen ist ja auch noch ein Tag, um eine andere Gegend zu erkunden. Aus strategischer Fotografensicht, bietet er kurze Wege und liegt trotzdem ruhig. Der Campingplatz Nr. 5 ist zwar weniger weit vom berühmten Fotospot “The Arch” entfernt, allerdings führt der Weg nach oben direkt daneben entlang. Morgendlicher und abendlicher Autoverkehr können da schon mal die Idylle stören.Campsite Nr. 4, Spitzkoppe, Namibia

Felsformationen im Abendlicht

Nachdem wir angekommen sind und das Equipment ausgepackt ist, satteln wir die Fotorucksäcke, um die Landschaft im traumhaften Licht festzuhalten. Dieses Jahr haben wir Glück und keine Menschenseele verharrt am Steinbogen. Als ich oben ankomme bin ich völlig alleine. Erst ein halbe Stunde später, kurz vor Sonnenuntergang, machen sich die Ersten auf den Weg, um sich einen Platz mit toller Aussicht zu sichern. Ich mache derweil ein paar Testbelichtungen und beschließe meinen Platz noch einmal zu wechseln.

Wenn es spannend wird, steigt die Technik aus

Mir gelingen gerade mal drei Belichtungen, als ich merke, dass die Kamera macht, was sie will. Die Blende lässt sich verändern, die Zeit einstellen, aber das Ergebnis ist immer gleich. Das Licht wird immer bezaubernder und mein Frust immer größer. Egal was ich mache, sie macht was sie will. Ich gebe auf und beschließe mir ein anderes Plätzchen mit Blick auf den Sonnenuntergang zu suchen und wenigstens diesen zu genießen.

Ein letzter Versuch

Genießen kann ich das Ganze nicht wirklich. Ich ärgere mich. Der Himmel zeigt all seine Farbenpracht und mein Handy kann das nicht annähernd darstellen. Raik ist weit und breit als Retter nicht auszumachen. Also starte ich einen letzten Versuch. Die Kamera funktioniert noch immer nicht, aber das vorherrschende Licht passte gerade zufällig zur Einstellung. Somit entstand ein brauchbares Bild – leider mit wenigem Anspruch auf das Motiv.

Erstes Abendessen unter Sternenhimmel

Nachdem die Sonne komplett verschwunden ist, beginnt nun der gemütliche Teil des Abends. Mit zunehmender Dunkelheit, nimmt allerdings auch der Wind zu. Raik entzündet das Feuer für den Grill, während ich das Gemüse für unser Abendessen schnipple.

Die Sterne sind zum Greifen nah

Da Raik sich meiner Kamera vorhin nochmals angenommen hat und diese jetzt auch wieder funktionieren sollte, können wir uns auf Sternenjagd begeben. Trotz des starken Mondlichts erscheinen die Sterne zum Greifen nah. Das liebe ich an Namibia. Ich muss mich langsam an die Dunkelheit in der “Wildnis” gewöhnen. Es ist totenstill und fast schon etwas spooky. Bin ich froh, dass meine Kamera wieder funktioniert.Spitzkoppe Sternenhimmel

Eine windige Nacht steht uns bevor

Nach so viel frischer Luft, habe ich langsam das Verlangen mich in die Waagerechte zu begeben. Was sich vorhin mit leichtem Wind angekündigt hat, wird uns die ganze Nacht noch unruhig schlafen lassen. Teils heftige Böen ziehen über uns Zelt und es ist ohne Ohrenstöpsel nicht auszuhalten. “Bitte, bitte, bitte, lass uns nicht die nächsten drei Wochen Wind haben”, geht es mir durch den Kopf. Danach schlafe ich fest ein.



Kennst Du die Spitzkoppe? Welche Erlebnisse hattest du dort? Erzähle es mir!


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